Drogenentzugstherapie - Station 15

Der "Motivierende Entzugsstation 15" bietet einen umfassend medizinisch betreuten Entzug an. Der Entzug wird im Rahmen einer therapeutischen Gemeinschaft auf der Station 15 im Haus 23 durchgeführt, die Platz für 10 Patienten bietet.

Das Team der Station 15 besteht aus Pflegende mit Suchtzusatzqualifikation, Sozialarbeitern, Kunsttherapeuten, Suchtmedizinern und Psychologischen Psychotherapeuten.

Wir entziehen von allen illegalen Drogen und behandeln überwiegend polytoxikomane Patienten. Grundsätzlich wird Abstinenz angestrebt. Reine Alkohol- oder Tablettenentzüge werden auf der Station 15 nicht durchgeführt. Für diese Patienten gibt es ein spezielles Therapieangebot auf der gastroenterologischen Station 9.

Der Grundgedanke der motivierenden Entzugsbehandlung geht über das Ziel, lediglich körperlich zu entziehen insofern hinaus, als es unser Anliegen ist, die drogenabhängigen Patienten schon in dieser labilen und oft angstbesetzten ersten Phase in ihrer individuellen Problematik zu erreichen und aufzufangen. Für unsere Patienten besteht die Möglichkeit, mit Hilfe therapeutischer Unterstützung weitere notwendige Schritte in Richtung Therapie bzw. zur Entwicklung alternativer, drogenfreier Lebensperspektiven anzugehen.

Bei uns gilt das in therapeutischen Gemeinschaften übliche Drogen- und Gewaltverbot!

 

Unser Behandlungskonzept umfasst

  1. den medizinisch betreuten körperlichen Entzug und die Behandlung von Folge- und Begleiterkrankungen
  2. anthroposophisch erweiterte Pflege
  3. ein verbindliches therapeutisches Stationsprogramm mit
  • regelmäßigen Gruppen- und Einzelgesprächen
  • Kunsttherapie
  • Therapeutischem Plastizieren
  • Kreativem Arbeiten
  • Psychoedukativen Gruppen
  • Entspannungsgruppen
  • Stabilisierungsgruppen
  • Bewegungsbad
  • Garten gestützter Therapie
  • Sozialsprechstunde
  • Psychologischer Sprechstunde
  • Kennenlernen des Weges zum "rauchfreien Leben"

Wir sind als Einrichtung nach §§ 35/36 BtMB anerkannt, nehmen überregional auf, arbeiten eng mit den Drogenberatungsstellen und den Therapieeinrichtungen in Berlin und Umgebung zusammen und unterstützen so den Weg in Therapie- und Nachsorgeeinrichtungen.

 

Aufnahmeverfahren für die Drogenentzugstherapie

Wenn Sie an einer stationären Drogenentzugstherapie bei uns interessiert sind, sollten Sie möglichst vorher Kontakt zu einer Drogenberatungsstelle aufgenommen haben. Neben der ärztlichen Einweisung benötigen Sie eine gültige Kostenübernahme der Krankenkasse.

Um sich auf unsere Warteliste setzen zu lassen, können Sie sich Tag und Nacht  telefonisch unter der Rufnummer 030/365 01-352 anmelden. Die telefonische Rückmeldung für die Warteliste bitte Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 11-13 Uhr.

 

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