Lungenkrebszentrum Havelhöhe

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Ein „Schatten“ auf der Lunge löst bei den meisten Menschen große Verunsicherung und Angst aus. Er kann verschiedene Ursachen haben und bedarf einer weiteren fachärztlichen Untersuchung. Hat Ihr Arzt auf dem Röntgenbild einen verdächtigen Schatten entdeckt, erhalten Sie im Lungenkrebszentrum Havelhöhe innerhalb weniger Tage einen Termin zur diagnostischen Abklärung.

Wenn eine Entzündung vorliegt

Häufig ist eine flüchtige oder auch festsitzende Entzündung der Grund für einen auffälligen Lungenbefund. In diesen Fällen kann es wichtig sein, die Krankheitserreger oder andere Ursachen festzustellen, um eine gezielte Therapie einzuleiten. Die häufigsten Erkrankungen dieser Gruppe können wir heute schon nach kurzer Zeit vollständig zur Ausheilung bringen. Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant durch ihren Haus- oder Facharzt.

Wenn es um Lungenkrebs geht

Wird der Schatten durch einen Lungenkrebs verursacht, ist eine genaue Feindiagnostik entscheidend, um ein individuelles und speziell auf die Tumorzellen und deren Ausbreitungsgrad gerichtetes Behandlungskonzept zu erarbeiten.

Im Lungenkrebszentrum Havelhöhe haben wir uns das Ziel gesetzt, Patientinnen und Patienten mit einer Lungenkrebserkrankung von der Diagnose bis zur Nachsorge umfassend zu betreuen und zu begleiten. Dazu gehört

  • die Diagnose so früh, so genau und so effektiv wie möglich zu stellen,
  • die Aufklärung über die Krankheit umfassend, verständlich und motivierend durchzuführen,
  • die Therapie optimal und an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst anzubieten,
  • in der Nachsorge den relevanten Krankheitsverlauf zu erfassen und bei bestmöglicher Lebensqualität die längstmögliche Krankheitsstabilität zu erreichen.
Diagnostik und Therapie

Das Lungenkrebszentrum Havelhöhe bietet Patienten mit Lungenkrebs eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. In der Abteilung stehen alle modernen Verfahren einer leitliniengerechten Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Die Absicherung der Diagnose erfolgt bei uns mit hoch spezialisierten und besonders patientenschonenden Untersuchungsverfahren, die von langjährig erfahrenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden.

Um jedem Patienten die für ihn beste Behandlung gewährleisten zu können, arbeiten wir eng mit mehreren internen und externen Kooperationspartnern zusammen, z.B. der Thoraxchirurgie im Helios-Klinikum Emil von Behring.

Weil Krebs immer den ganzen Menschen betrifft, bieten wir unseren Patienten von Anfang an ein integratives Behandlungskonzept an, bei dem die Standardverfahren der Onkologie durch komplementäre Therapien ergänzt werden. Hierzu zählen insbesondere pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Heilmittel, wie zum Beispiel die Mistel, aber auch Rhythmische Massage, Heileurythmie und künstlerische Therapien.

Jeder Mensch hat individuelle Ressourcen. Die eigentliche Bedeutung der integrativen Onkologie besteht darin, diese zu erkennen und in die Behandlung der Krankheit zu integrieren.

In der Anthroposophischen Medizin wird die individuelle Persönlichkeit des Erkrankten in einer physisch-leiblichen, seelischen und spirituellen Dimension angesehen. Unser Ziel ist es, die eigenen Ressourcen der Persönlichkeit aufzudecken, die diese drei Dimensionen positiv beeinflussen können. Dies schafft eine zusätzliche Therapieoption, in der die Kraft der Selbstregulation und Krankheitsverarbeitung im Behandlungsverlauf wirksam werden kann.

Die Tumorkonferenz

Wenn die Untersuchung der Gewebeproben den Verdacht auf eine Lungenkrebserkrankung bestätigt hat, erarbeiten Experten unterschiedlicher Fachbereiche in gemeinsamer Beratung (interdisziplinäre Video-Tumorkonferenz) einen Therapievorschlag, den wir unserer Patientin/unserem Patienten nach der Konferenz vorstellen und erklären.

Die Tumorkonferenz ist das "onkologische Herzstück" der Arbeit im Lungenkrebszentrum. Mindestens ein Vertreter folgender Fachbereiche ist anwesend: Pneumologie, Onkologie, Thoraxchirurgie, Radiologie, Pathologie, Nuklearmedizin. Auch der behandelnde Hausarzt wird zu der Konferenz eingeladen, und bei Bedarf werden zusätzlich Palliativmediziner, Psychoonkologen, Sozialmediziner und weitere Experten der onkologischen Versorgung zur Beratung hinzugezogen.

Unser Ziel ist es, auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Erfahrung der verschiedenen Fachleute für jeden unserer Patienten eine individuelle Therapieempfehlung zu erstellen. Wir verstehen uns als fachlicher Berater unserer Patienten und möchten ihnen so die Grundlage schaffen, eine eigene Entscheidung über die Therapien zu treffen.

Standardtherapie
  • Operation
  • Chemotherapie vor der Operation (neoadjuvante Therapie)
  • nach der Operation (adjuvante Therapie)
  • Strahlentherapie (verschiedene Verfahren)
  • Kombinierte Radio/Chemotherapie (sequentiell oder simultan)
  • Spezielle Therapien Medikamente die gezielt das Krebswachstum unterbinden (sog. ‚Target Therapien’)
  • Radiofrequenzablation (direkte Verkochung von Tumorgewebe)
  • Palliative Verfahren (z.B. Wiederherstellung von Lungenbelüftung bei Tumorverschluss)
  • Multimodale Schmerztherapie (spezialisierte Verfahren)

 

Anthroposophisch-integratives Therapieangebot
  • Psychoonkologie

Die Erfahrung zeigt, dass psychologische Hilfe zur Bewältigung der Krankheit beitragen und die Lebensqualität deutlich verbessern kann. Deshalb ist die Psychoonkologie ein fester Bestandteil unseres therapeutischen Angebotes. Sie steht jedem unserer onkologischen Patienten offen.

Informationsgespräche in der Gruppe finden mittwochs von 12.00 bis 13.00 Uhr statt. Sie werden geleitet von der Psychoonkologin des Lungenkrebszentrums Alkje Königer. Die Teilnahme ist auch mit Begleitperson möglich.

Nähere Informationen zur psychoonkologischen Beratung oder Therapie finden Sie hier.

 

  • Aufklärung

Mit der Diagnose Lungenkrebs verändert sich die Biographie eines Menschen allermeist entscheidend. Wie ein Betroffener mit dieser Diagnose umgeht und welche Ressourcen zur Krankheitsbewältigung er aktivieren kann, hängt auch von der Art und Weise ab, wie ihm die Diagnose mitgeteilt wird.

Im Lungenkrebszentrum Havelhöhe halten wir ein schrittweises Vorgehen für wesentlich. Hierbei nehmen wir auf drei verschiedene Anforderungen Rücksicht:

1. Krankheitsinformation
2. Krankheitsverarbeitung und Selbstregulation
3. Individuelle Ressourcensuche

Hierfür stehen verschiedene Angebote zur Verfügung:

• Krankheitsaufklärung in einem Mehrschrittverfahren
• Krankheitsphasen-bezogene Gesprächsangebote
• Pflegetherapien und Kunsttherapien
• Einbeziehung des sozialen Netzes
• Einzel- und Gruppentherapieangebote
• Sozialmedizinische Beratung
• Erhebung der Lebensqualität
• Empfehlungen der interdisziplinären Therapiekonferenz

 
  • Sozialdienst: Hilfe bei Anträgen

Die Mitarbeiterin unseres Sozialdienstes, Doris Meinert, beantragt bei Bedarf eine Anschlussheilbehandlung und berät unsere Patienten auch in allen anderen Fragen, wie z.B. der Regelung von Ansprüchen nach dem Schwerbehindertengesetz, gegenüber der Kranken- und Pflegeversicherung sowie anderen sozialrechtlichen Angelegenheiten.

Nachsorge-Dokumentation

Nachdem die akute Behandlung im Krankenhaus abgeschlossen ist, bedarf eine Tumorerkrankung einer sogenannten Nachsorge in festgelegten Abständen. Diese zu dokumentieren und dem Patienten im gesamten Zeitraum der Nachsorge beratend zur Seite zu stehen, ist die Aufgabe der Nachsorge-Dokumentation des Onkologischen Zentrums Havelhöhe. Im Bedarfsfall ist hierüber auch eine schnelle Wiedervorstellung in den Organzentren möglich.

Um die erforderlichen Kontrolluntersuchungen zu gewährleisten, arbeitet die Nachsorge-Dokumentation eng mit den ambulant betreuenden Haus- und Fachärzten sowie mit der Studienambulanz des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe zusammen. Zugleich pflegt sie einen engen Kontakt zu den lokalen Selbsthilfegruppen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Selbsthilfe

Die Selbsthilfegruppe des Lungenkrebszentrums nennt sich "Patientenforum Lungenkrebs". Sie trifft sich jeden zweiten Dienstag in den Monaten März, Juni, September und Dezember von 17.00 bis 19.00 Uhr in den Räumen des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe, EG Haus 10, Besprechungsraum.

Patientinnen und Patienten können jederzeit allein oder mit ihren Angehörigen, Freunden oder Bekannten kostenfrei an diesen Treffen teilnehmen.

Kontakt und Information: Frau S. Klingert, Telefon 030/857 32 197

Unser Team
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Die im Lungenkrebszentrum Havelhöhe tätigen Ärzte, Pflegenden und Therapeuten haben große Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Lungenkrebserkrankungen. Unser Ziel ist es, unsere Patienten im Kampf gegen die Krankheit zu unterstützen und ihnen eine optimale Behandlung zu ermöglichen.

Die Achtung vor der individuellen Entscheidung unserer Patienten ist ein Kernanliegen unseres Handelns. Mit unserem Expertenwissen und mit Hilfe der modernen Technik stehen wir ihnen als kompetente Berater zur Seite, um sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit zu unterstützen. Alle Arbeitsprozesse versuchen wir an dieser Maxime auszurichten.

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Dr. Grah beim RBB im Interview "rbb zibb - Sendung vom 28.05.2014

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