Musiktherapie

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Jeder Krankheitsprozess ist ein Aus-dem-Gleichgewicht-Geraten, das Überhandnehmen eines Prozesses. Da das Organische nicht zu trennen ist vom Seelischen, hat auch ein scheinbar rein organischer Krankheitsprozess mehr oder weniger offensichtlich eine Entsprechung im Seelischen. Diese Tatsache bildet die Voraussetzung für die Musiktherapie. Das Tätigkeitsfeld ist im Unterschied zu den Arzneien, die vom Leib aus wirken, primär das Seelische. Hier ist der Mensch aktiv: selbstgestaltend, wahrnehmend, empfindend. Die gezielt auf den Patienten abgestimmte therapeutische Übung auf speziellen Instrumenten, durch Singen und oft mit Bewegung verbunden ausgeführt, soll sich durch die rhythmische Wiederholung bis in die organisch-funktionellen Prozesse hinein regulierend und ordnend auswirken.

Der Musiktherapeut muss die Kunst beherrschen, den Krankheitsprozess und den Patienten in seiner individuellen Krankheitssituation wahrzunehmen und musikalisch nachzuerleben. Dies ist der Ausgangspunkt für einen gemeinsam mit dem Patienten zu findenden Weg. Als Therapeutika stehen ihm die musikalischen Elemente (Töne, Rhythmen, Klänge, Tonsysteme), das in Blas-, Saiten- und Schlaginstrumenten differenzierte therapeutische Instrumentarium und der Gesang zur Verfügung.

Die Patienten begegnen dieser Therapie meistens zunächst mit Sympathie und Neugier. Wenn die "Schreckensschwelle", selber ein Instrument spielen oder sogar singen zu müssen/dürfen, überwunden ist, kann der in jedem Menschen mehr oder weniger tief verborgene Musikus und Medikus anfangen, seine heilsame Wirkung zu entfalten.

Storch Geburtshilfe