Massagen

 

Rhythmische Massage

Entwickelt von den Ärztinnen Ita Wegman und Margarethe Hauschka ist die Rhythmische Massage eine Therapieform, die über die physische Begegnung hinaus den Menschen in seinem seelischen Inneren berührt und bewegt. Respektvoll anerkennende und einladende Gesten der Berührung bilden die Grundlage der Behandlung. Durch verdichtende und lösende Griffqualitäten werden alle Schichten der Gewebe bis in die Tiefe erreicht, ohne dabei Druck auszuüben. Dadurch werden die Körperflüssigkeiten in Bewegung gebracht und der in allen lebendigen Flüssigkeiten herrschende Auftrieb angeregt. Stauungen, Festigkeiten, Ablagerungen kommen ins Fließen, Lebenskräfte werden mobilisiert. Der Rhythmus wird als heilsames Element verwendet. Dort, wo ein Rhythmus aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird mit Hilfe äußerer Impulse ein Ausgleich geschaffen. So kann z.B. bei Erschöpfunng aufbauend, anregend und bei Bluthochdruck entstauend, beruhigend gearbeitet werden.

 

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Nach jeder Behandlung hält der Patient eine Nachruhe ein. Dabei hat der Körper die Möglichkeit, das durch die Massage angeregte Geschehen nachklingen zu lassen. Der entstehende Wärmestrom kann sich im ganzen Körper ausbreiten.

Für die Rhythmische Massage ergibt sich ein breites Anwendungsgebiet, welches fast keine Erkrankung ausschließt. Eine Besonderheit sind die Organeinreibungen von Herz, Nieren, Blase, Leber und Milz. Dabei werden an den entsprechenden Organen spezielle rhythmische Einreibungen ausgeführt, um sie in ihrer Eigenfunktion zu unterstützen.

 


Strömungsmassage

Die Strömungsmassage wurde von dem anthroposophischen Arzt Simeon Pressel (1905 – 1980) entwickelt.

Sie bewirkt eine tiefe Durchströmung und Verlebendigung des Organismus. Die untere Massage, die Waden- und die Kreuzregion betreffend, wirkt intensiv auf das Stoffwechselgeschehen und unterstützt Mut, Tatkraft und Durchhaltekraft. Die obere Massage des Rückens, Nackens und der Arme hat einen aufbauenden Charakter; Bewußtseinsklarheit und seelische Ordnung finden hier ihre Anregung. Beide werden in einem rhythmischen Wechsel durchgeführt und können in ihrem Ablauf als eine Lemniskate verstanden werden, die nicht nur örtlich, sondern auch von ihrem Gegenpol her wirksam ist. Eine anregende und heilende Wirkung beginnt bei der äußeren Behandlung der Muskulatur und erreicht die Tätigkeiten der inneren Organe.

Aus den lebendigen Prozessen herausgefallene Bereiche werden durch die Massage wieder in einen Funktionszusammenhang gebracht. Ein Aufwachen im Leiblichen erlaubt die Wahrnehmung von Einseitigkeiten wie Verhärtungen oder Verspannungen und ermöglicht die Eigenbeteiligung eines Veränderungsprozesses, indem die Kraft zur Begegnung mit sich selbst gestärkt wird.
Ihre Wirksamkeit offenbart sich auch in einer Anregung der im Lebendigen wirkenden Kräfte: ein Gefühl der Leichte, der Ganzheit und starker Durchwärmung werden empfunden.
Seelisch fühlen sich die Menschen ermutigt und tatkräftiger, sie beginnen sich verstärkt mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen.

Die Massage ist in ihren lebendigen Griffqualitäten und der damit zusammenhängenden Wirkung urbildhaft. Sie stärkt das Rhythmische System, den Ort, von dem alle Heilung ausgehen und erreicht werden kann. Eine modifizierte Anwendung folgt spezifischen Krankheitsbildern.

Storch Geburtshilfe